Darius Bürgel M29a Deutsch 15.12.2025

Im folgenden Text wird Stellung genommen zu dem Artikel „Über die Lust und das Laster zu lesen“ von Ulrich Greiner, erschienen im Buch „Ulrichs Leseführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen schöner Literatur“ des Verlages Beck, im Jahre 2005. In diesem Artikel stellt Ulrich Greiner verschiedene Thesen zu der Funktion des Lesens auf, begründet oder widerlegt diese und erläutert seine Gedanken.
Einer der Thesen, die Ulrich Greiner hat, ist, dass wir lesen, um uns zu amüsieren. Er glaube dies jedoch nicht, da man, wenn dies das einzige Ziel wäre, z.B. Filme schauen könne. Eine Möglichkeit sich zu amüsieren, ist natürlich ein Film zu schauen. Dennoch, so finde ich, schließt dies nicht aus, dass Bücher lesen auch eine Möglichkeit ist, sich zu amüsieren. Die einen schauen lieber Filme, die anderen lesen wiederum lieber Bücher, Geschichten oder Romane. Dazu kommt, dass nicht jede*r die Möglichkeit hat, Filme zu sehen oder ins Kino zu gehen. Des Weiteren nennt Ulrich Greiner eine andere Antwort auf die Frage zu der Motivation des Lesens. Wir würden vielleicht lesen, um zu lernen, über andere Länder, andere Kulturen und andere Zeiten. Auch das glaubt er nicht, da man, um an diese Information zu kommen, Geschichts- und Sachbücher oder dergleichen lesen könne. Und auch dem kann ich nicht ganz zustimmen, denn aus Büchern lernt man meiner Meinung nach viel mehr als nur Zahlen und Fakten wie bei Geschichtsbüchern. Man erfährt z.B. über zwischenmenschliche und soziale Themen, man liest zwischen den Zeilen, was man bei Sachbüchern meiner Meinung nach auch nicht kann. Ulrich Greiner behauptet, der Haupttrieb des Lesens sei Eskapismus, die Flucht von der Wirklichkeit in eine Scheinwelt. Dem stimme ich zu, allerdings nicht als einziger Grund zum Lesen. Außerdem kann man, wenn Eskapismus das Ziel vom Lesen wäre, genauso Filme schauen. Dies Theorie mach also nicht mehr Sinn, als dass das Ziel Vergnügung oder Bildung wäre
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ulrich Greiner in vielen Punkten sinnvolle Überlegungen hat, aber ich habe das Gefühl, dass es mehr Gründe gibt, warum Menschen lesen als nur Eskapismus und dass Vergnügung, Bildung und Bereicherung sehr wohl andere Gründe sein können, da Filme und Sachbücher zwar Alternativen sind, um sich zu vergnügen respektive zu bilden aber nicht die einzigen Möglichkeiten